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Der «Bildstein»

Gott wirkt oft durch einfache Menschen. Die Geschichte erzählt einem, dass der Meisterknecht des Damenstiftes Schänis, Heinrich Jud, im Jahre 1519 eine Statue der Gottesmutter Maria, die er so liebte, nach dem Oberen Buchberg brachte. Die Äbtissin des Stiftes Schänis liess für die Statue einen Bildstock errichten, wovon der Wallfahrtsort den Namen «Bildstein» erhalten hat. Eine auf dem Bildstock angebrachte Inschrift lautet: Dieses heilige Bildnis errichtete Johann Heinrich Jud, Meisterknecht im kaiserlich-fürstlichen Stifte Schänis 1519. Der Bildstock steht heute noch in der Krypta der Kirche.
 

Das «Gfrörer-Chappeli»

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Bildstock kapellenartig überdacht. Um die Mitte des Jahrhunderts wurde die inzwischen verwitterte Statue der Gottesmutter durch eine Statuette unseres Heilandes an der Geisselsäule ersetzt. Viele Menschen, die damals vom Sumpffieber der Linthebene, dem sogenannten «Gfrörer» befallen wurden, suchten bei diesem Heiligtum auf dem Oberen Buchberg Zuflucht in ihrer Not. Der kleine Bildstock erhielt den Namen «Gfrörer-Chappeli». In der Zeit um 1830 baute Schreinermeister Franz Schnider von Benken um das Bildstöcklein herum eine kleine Kapelle. Die Statue Jesus an der Geisselsäule steht heute im linken Seitenschiff der Wallfahrtskirche.
 

Die Kapelle «Unserer Lieben Frau vom Siege»

Kaplan Alois Widmer, der von 1842 bis 1864 in Benken wirkte, baute eine kleine Kapelle, «Unserer Lieben Frau vom Siege» geweiht.
Diese Kapelle wurde für die zahlreichen Pilger bald zu klein. Die drei Freunde von Kaplan Widmer, Pfarrer Alois Tremp, Pfarrer Martin Düggerlin und Franz Anton Schättin sammelten unermüdlich Geld und konnten dank bischöflicher Unterstützung am Ostermontag 1881 den Grundstein zu einer neuen Kapelle legen. Genau ein Jahr später wurde sie durch Prälat Alois Tremp eingesegnet. Am 12. Mai 1884 fand durch Bischof Augustinus Egger von St.Gallen die feierliche Weihe statt. Dekan Johann Anton Hafner, der als Wallfahrtspriester Maria Bildstein während 38 Jahren betreute, liess die Grotten und Kreuzwegstationen bauen.
 

Die heutige Wallfahrtskirche

Auch diese KapelIe wurde wiederum zu klein und zudem war sie baufällig geworden. 1965/66 wurde nach Plänen von Architekt Hans Burkhard die heutige Wallfahrtskirche erbaut. Das Gnadenbild ist seither eine prächtige, farbig gefasste spätgotische Statue Maria mit dem Kind, die über dem Altar einen würdigen Platz einnimmt und die Blicke der Pilger auf sich zieht. Die heutige WaIIfahrtskirche wurde am 5. Juni 1966 von Domdekan Karl Büchel feierlich eingeweiht.
 
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